Kardamom (Elettaria cardamomum) zählt zur Familie der Ingwergewächse. Dort wird er der Gruppe der Einkeimblättrigen zugeordnet. Er kann bis zu 2 bis 3 Metern hoch werden, vereinzelt werden auch Größen bis zu 5,5 Meter erreicht. 

Der Kardamom ist eigentlich ein Gewürz. Seinen Ursprung hat er in Sri Lanka und dem Süden Indiens. Inzwischen wird er auch in Guatemala, Tansania, Indien, Vietnam und auf Ceylon angebaut und aus diesen Ländern in die ganze Welt exportiert.

Von der Pflanze werden die Samen verwendet. Diese reifen an den schilfartigen Stauden in Fruchtkapseln heran undenthalten ätherische Öle. Sie verleihen ein würziges, süßlich scharfes Aroma, bei welchem Sie an den Geschmack von Eukalyptus erinnert werden. Leider verfliegt dieses schnell und so wird Kardamompulver den ganzen Kapseln vorgezogen.

In der Küche wird Kardamom zur Würzung von Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius benutzt und für Wurstwaren, Liköre und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In der indischen Küche wird er als Zusatz von Currypulver eingesetzt. 

Als Droge dienen die kurz vor der Reife geernteten Früchte (Cardamomi Fructus) mit den Samen der var. minuscula BORK, die nur an der Malabar-Küste heimisch ist (Malabar-Kardamom). Wirkstoff ist ein ätherisches Öl (ca. 7 %), das aus über 120 Verbindungen besteht, vor allem alpha-Terpinylacetat (etwa ein Drittel), Cineol (ebenfalls etwa ein Drittel), alpha-Terpineol, Limonen, Linalylacetat, Linalool, Hydroxyzimtsäure, fettes Öl und Stärke.

Für arzneiliche Zwecke werden nur die von der Kapselhülle befreiten Samen verwendet. Ihr ätherisches Öl wirkt fördernd auf die Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion. In der Regel werden alkoholische Auszüge verwendet, bisweilen mit Kümmel und Fenchel kombiniert und in Fertigpräparaten gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und zur Anregung des Appetits eingesetzt. In manchen Mitteln ist Kardamom auch nur als Geschmackskorrigens enthalten.

 
 

 

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